Tuesday, September 26, 2006

Von Hunden und Politik

Es gibt sie also doch: echte Hunde in NY. Alles was ich bis vor kurzem gesehen habe, erinnerte mehr an eine Kreuzung zwischen einer genmanipulierten Ratte und einem Swiffer-Wischmop. Das ist ja nicht schlecht wenn man bedenkt, dass man in den meisten Manhattaner Wohnungen durch einen simplen Schluckauf vom Bett aufs Klo katapultiert werden kann. Normale Hunde in solchen Wohnungen zu halten waere ja nicht gerade tierfreundlich.

Aber zurueck zu den richtigen Hunden. Die schnueffeln vor meiner Wohnung nach Bomben rum. Ach da haette man gleich den Ursprung des Wortes Schnueffler fuer Detektiv oder Polizist herausgefunden. Und warum machen sie das?

Die jaehrliche UNO Generalversammlung findet im Moment nur einen Block entfernt statt. Es hat auch dutzende Polizisten und Leute die ganz unauffaellig Zeitung lesen in schwarzen Autos. Obwohl das alles an einen Actionfilm erinnert, ist es den armen Cops sterbenslangweilig. Auf meine direkte Frage hin gibt einer von ihnen sogar zu, dass jetzt so ein Kleinganove gar nicht schlecht waere.

Aus meiner Idee eine kleine Eierwerfparty auf versaute Politiker zu veranstalten wird nix, weil ich ja tagsueber arbeiten muss.

Pessimistische Zungen behaupten ja, dass meine Wohnung gestuermt und ich geschnappt worden waere, bevor das erste Ei ueberhaupt den Boden erreicht haette. Tsss und ich bin doch mit MacGyver und Mission Impossible grossgeworden…

Monday, September 18, 2006

Krisi and the City

Woran merkt man dass man an einem Ort Zuhause ist? Oder anders gefragt, kann ein Ort auch ein Zuhause sein auch wenn man keine Familie und noch nicht sehr viele Freunde dort hat?
Ich denke schon, dass New York jetzt auch mein Zuhause ist. Woran man das merkt?
-Man laeuft eine unbekannte Strasse entlang doch egal wie man sich dreht und wendet, am Ende kommt eine Strasse die man kennt.
-Der Tuersteher von der Bar gegenueber begruesst einen mit Kuesschen obwohl man noch nie die Bar betreten hat.
-Die Leute von Starbucks (Gott habe sie selig;-) stellen mir den Tee hin bevor ich bestellt habe. Die meisten Baristas kennt man mit Namen. Und einen Gratistee gabs auch schon.
-Man weiss wo man eine Omlette kriegt, obwohl alle anderen Delis nach 11 Uhr kein Fruehstueck servieren (dabei ists doch nie zu spaet fuer ein Fruehstueck)
-Man wird auf der Strasse, in der Bibliotheke oder in der Bar erkannt.
-Man hat die Ikone der Stadt schon mal mal mit Mann und Baby gesehen (NYC Ikonen waeren Woody Allen und Sarah Jessica Parker aka Carrie Bradshaw von Sex and the City und da Woody keinen Mann hat, koennte der Leser darauf schliessen, dass ich beim Samstagsspaziergang SJP mit Mann Mathew Broderick und Kind gesehen habe, zufaelligerweise auf der Fashion Avenue, obwohl sie nicht sehr modisch sondern eher leger angezogen war)

Woran merkt man, dass ich doch noch keine Vollblut New Yorkerin bin
-Ich schaffe es nie ein Taxi zu kriegen.
-Die Fashion Week ist mir genauso egal wie Mode im Rest des Jahres
-Ich entschuldige mich wenn ich in der Rush Hour jemanden anremple

Soviel zu dem. Langweilig ist mir die City noch immer nicht, im Gegenteil. Dieses Wochenende habe ich
-Spiderman gesehen
-Carrie, aber ohne Manolo Blahniks
-zwei Crepes gegessen weil wer weiss, obs nicht das letzte Sommerwochende mit Strassenfest war
-skandaloes angezogene Leute begafft
-und mich darueber geaergert, dass ich nicht den Mut aufbringe, all die Freaks die hier rumlaufen um ein Foto zu bitten.
-das beste Diner der Welt entdeckt

Monday, September 11, 2006

Ein Wochenende in Utopia

Ich stehe zwischen dutzenden von hupenden Autos ,die Emissionen abgeben als wenn es kein Morgen gebe und grinse vor mich hin. Noch keine 24 Stunden vorher bin ich durch Vermont gefahren und habe mich gefragt ob die Autos hier ohne Hupe verkauft werden. Obwohl ich mehrmals bei gruen nicht sofort losgefahren bin, weil ich die Strassenkarte studiert habe, hat nie jemand gehupt.

Als ich in meinem Inn angekommen bin, gab mir die Rezeptionistin die Zimmerschluessel. Alles stand drauf, Adresse, Pin code, Zimmernummer, etc. Im Rest der Welt macht man das ja schon lange nicht mehr, der Schluessel koennte ja in die falschen Langfinger geraten. Eine Idee auf die die Vermonter nicht kommen und zwar mit gutem Grund: in Vermont ist die Welt noch in Ordnung. Zumindest ist sie so in Ordnung, dass die Probleme nicht sichtbar werden, wenn man sich ein Wochenende dort aufhaelt.

Am Flughafen verkaufen sie T-Shirts mit der Aufschrift What happens in Vermont stays in Vermont. But nothing ever really happens…Das ist bezeichnend und zwar im Positiven. Im Gegensatz zu etwa Stamford wo auch nichts passiert (Stamford ist am beruehmtesten fuer die Kreuzwortraetselmeisterschaft. Das ist kein Witz, aber ich sage nichts mehr, da einige meiner Freunde vermutlich teilnehmen wuerden, wenn sie da waeren…) haben sie in Vermont darauf geachtet, dass sie die Natur in Frieden lassen und die Hauptstadt Burlington klein aber fein gestalten. Das Resultat: Erwachsene, Teenager und Kinder die einen anlaecheln und zuwinken (im Rest der westlichen Welt winken Kinder ja selten da jeder Fremder ein potentieller Entfuehrer ist), lesen in einer der staedtischen Schaukelbaenke die direkt am See aufgestellt sind, Teenager skaten, die sensibleren 14 Jaehrigen machen Fotos und die Touristen geniessen eine Rundfahrt auf der Friend-Ship.

Diese Idylle kommt mir von Governor Island bekannt vor, aber es gibt einen wichtigen Unterschied: auf Governor Island wohnt niemand und der perfekte Tag war ein Festtag. Hier ist es ein ganz normaler, sonniger Tag.

Ich ertappe mich wie ich in die Ecken und hinter die Buesche schaue um zu sehen, ob sich dieses Voelkchen sich mit irgendwelchen Happypillen bei Laune haelt (jaja soweit ists schon mit unserer Welt, ein haufen gluecklicher Menschen ohne Anlass ist sehr verdaechtig ;-), aber der Frieden ist echt und nicht biochemisch erzeugt.

Ich kann es kaum erwarten fuer den Indian Summer zurueckzukehren.

Sunday, August 06, 2006

Governor Island

Das New York teuer ist weiss eigentlich jedes Kind. Was aber nicht viele wissen, ist dass in New York City einige Faehren zu Inseln (z.B. Staten Island) gratis sind. Letztes Wochenende bin ich von Midtown bis an die suedlichste Spitze von Manhattan gelaufen. Als ich dort ankam wollte ich nur noch mich irgendwo hinsetzen und ausruhen und da dachte ich, hey warum gehst du nicht auf die Staten Island Ferry und machst die Runde? Auf der Ueberfahrt sah ich eine Insel auf der alle Haeuser ein bisschen wie in England aussahen und spaeter fand ich dann raus, dass es sich bei der Insel um Governor Island handelt. Also machte ich mich heute auf den Weg um Governor Island zu entdecken. Der Grund warum fast niemand von dieser Insel gehoert hat, ist dass es bis 2003 nicht fuer die Oeffentlichkeit zugaenglich war. Sie diente als Militaerstuetzpunkt und spaeter als Sitz der Kuestenwache.
1624 als New York 'entdeckt' wurde, liess sich die Dutch West India Company unter anderem auf Governor Island nieder. Kriege, historische Treffen und vieles andere spielte sich hier ab.

Als ich die Fahere verliess, ging ich sofort Richtung Freiheitsstatue. Zum Glueck habe ich nicht fuer die uebliche Touristenschifffahrt bezahlt, denn von hier aus hat man wirklich einen klasse Blick nicht nur auf Ellis Island, sondern auch auf Manhattan, Brooklyn und New Jersey. Da vieles abgesperrt war, fand ich mich bald im inneren der Insel wieder. Es war als waere ich durch ein unsichtbares Loch und ohne special effects in der Vergangenheit gelandet. Die Haeuser, alt wie in England, die Sonne strahlte, ueberall Baeume und hellgruen funkelnde Blaetter, Jazz wie in den alten Filmen und ueberall nur glueckliche Gesichter. Kein Kommerz, keine Autos, kein Laerm. Die Musikanten hatten Kostume an und einige tanzten vor der Buehne. Nachdem ich ein paar Fotos gemacht hatte setzte ich mich unter einen Baum. Wie kann es sein, dass dieser kleine perfekte Ort nur eine viertelstunde von Manhattan entfernt ist? Ich meine, ich liebe die City ja, aber Idylle und New York geht irgendwie nicht zusammen. Spaeter bin ich dann noch ein bisschen ueber die Insel gewandert und auf einer grossen Wiese waren freie, kanadische Wildgaense. Soviel Harmonie habe ich glaub noch nie gesehen und das kompakt verpackt auf einer kleinen Insel. Es wuerde mich nicht erstaunen, wenn Louis Armstrong den gleichen Tag wie ich heute erlebt hat und sich dann am Abend hingesetzt hat, um 'What a Wonderful World' zu schreiben.




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Jazz Age Saturday at Governor Island




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New York Harbour


The southern tip of Manhattan.




Hm forgot the name of this chick...



Now this is a NYC skyline that you don't see everyday.

Battery Park Posted by Picasa

Saturday, August 05, 2006

Political correctness

Ein Chef und seine Mitarbeiter bloedeln rum. Der Chef nennt dabei einen Mitarbeiter boy. Ein paar Tage spaeter wird er gefeuert. Was ist passiert? Der Mitarbeiter war ein Latino, der Chef nicht. Der Mitarbeiter behauptete der Chef habe es abschaetzig gemeint. Und weg war er.

Ein Mann schaut einer Frau nach, die Frau bemerkt es nicht, da sie schon an ihm vorbeigelaufen ist. Eine andere Frau sieht es jedoch und meldet das dem Personalbuero. Der Mann kann sich einen neuen Job suchen.

Eine Frau sagt einem Mann dass sie einen Namen geaendert hat, weil 'you people didn't understand it'. Die Frau koennte gefeuert werden, hat aber Glueck, dass alle die es gehoert haben sie kennen und wissen, dass es nicht rassistisch gemeint war. Waere aber jemand an der Buerotuere vorbeigelaufen und haette sich betroffen gefuehlt, waere es vielleicht zu personellen Konsequenzen gekommen.

Alle drei Beispiele sind wahre Geschichten. Die Frau in der dritten Geschichte bin ich. Ich haette gefeuert werden koennen weil der Mann zu dem ich das gesagt habe Inder ist und deshalb jemand auf die Idee kommen koennte, dass ich etwas gegen Inder habe. Obwohl er kein Problem hatte und sogar gelacht hat ueber das was ich gesagt habe (es ging darum, dass wir Fehler (bug) im Testcomputersystem suchen mussten. Um die Sache interessanter zu machen, gab ich meinen Bugs Namen. Der erste war Fred Astaire und dann kam er zu mir und sagte, er kenne Fred Astaire nicht. Deshalb habe ich beschlossen, den naechsten Bug Sharukh Khan zu nennen, eben weil sie (die Inder) es nicht verstanden haben).

Das hat sich heute im Buero ereignet und ich habe einen gehoerigen Schock bekommen. 'You people' ist politisch inkorrekt. Der Kollege der mich (zum Glueck) darauf hingewiesen hat, erklaerte sich mein Unverstaendnis damit, dass die Schweiz weniger Multikulturell als Amerika sei (was schon stimmt) und ich deshalb nicht darauf sensibilisiert sei. Ein anderer Kollege meinte, dass Amerika halt der 'Melting Pot' sei. Ich habe ihm widersprochen. Waere Amerika wirklich ein Melting Pot, waere es wirklich eine ineinander verschmolzene Gesellschaft, muesste man einander nicht mit Samthandschuhen anfassen und jedes Wort hinterfragen (jawohl jedes Wort, you folks waere naemlich schon wieder nicht so schlimm), denn in einer 'verschmolzenen' Gesellschaft, in der sich alle als gleichwertig ansehen, ist Rassismus kein Thema.

Ich verstehe die Idee der Political correctness und es macht Sinn, dass man keine rassistische oder antisemetischen Aeusserungen macht. Aber wenn es zu diesen Extremen getrieben wird und jeder jeden verklagen kann, frage ich mich, ob nicht gerade die Massnahmen die Minderheiten schuetzen sollen dazu fuehren, dass man nichts mit ihnen zu tun haben will, um sicherzugehen, dass man nicht in Schwierigkeiten kommt.

Wednesday, August 02, 2006

Feeling hot hot hot

Vor ein paar Wochen habe ich mir einen Camelbak gekauft und damals bin ich mir fast ein bisschen dekadent vorgekommen. Schliesslich bin ich ja kein Kamel das durch die Wueste stapft, sondern ein stinknormaler Cityslicker der maximal 30 min am Tag draussen ist und das nicht am Stueck. Naja jetzt zahlt sich das aus, ich glaube die $30 habe ich bald wieder zurueck, wenn man bedenkt, dass ich keine ueberteuerten Wasserflaeschchen kaufen muss, sondern jeder Zeit an diesem Schlauch nuckeln kann. Der Schlauch ist blau und durchsichtig und man kommt sich irrsinnig cool dabei vor, was dazu fuehrt, dass ich mehr Wasser trinke. Ein Engelskreis sozusagen. Angeblich muss man alle Engel oder was auch immer aufbieten, denn Hitze ist das Toedlichste was die Natur zu bieten hat, sagen die Nachrichten. Angeblich sterben nicht nur die Alten und Schwachen sondern auch Junge, die sich nicht genug schuetzen (wobei Franzosen aus ungeklaerten Gruenden staerker betroffen sind, ihre Hitzetotenstatistiken sind etwa doppelt so hoch wie die aus vergleichbaren Laendern). Und wie schuetzen wir uns? Klimaanlage voll aufdrehen natuerlich, was denn sonst? Aber, mahnen die Nachrichten, da habe man die Rechnung ohne den Wirt gemacht, jawohl, denn jetzt droht sich der Stromausfall von den letzten zwei Wochen (das war in Queens wo die Immigranten wohnen die aus sogenannten Drittweltlaendern stammen, aber so erzaehlen sie mir, in ihren eigenen Laendern haben sie noch nie einen 10 taegigen Stromausfall erlebt.) zu wiederholen. Ich hoffe es passiert nicht im Lift, der eigentlich wirklich vielmehr eine finnische Luxussauna als ein Lift ist.

Um Strom zu sparen haben sie also die Beleuchtung vom Crysler- und vom Empire State Building abgestellt. Dies hat einige ganz wache Zeitgenossen zur Erkenntnis gefuehrt, dass man sie dann aus der Distanz gar nicht sehen kann! Scharf beobachtet Miss Cheerleader! Hoffen wir nur, dass diese Erleuchtung nicht allzu viel Strom verbraucht hat.

Sunday, July 30, 2006

Freakonomics

Unsurprisingly Freakonomics is created out of the words Economics and Freak and that's exactly what this book is about. Like almost everybody else, Stephen D. Levitt couldn't care less about all that boring crap that fills the business pages. But unlike most people who don't care he is an economist. He is the freak genius who thought that economics might be able to answer some everyday questions like why crack dealers live at home with their moms, why the crime rate suddenly declined for no obvious reason or what sumo wrestlers and teachers have in common.
Economics doesn't have to be boring. In fact this book was like a thriller and I read it in less than 24 hours. He unveils that common sense does not at all always make sense. He questions the world around him and tries to find answers. To do that he uses economic methodology but it's never complicated or boring, it's just enough to get an idea how he solves problems. In fact this book is so cool that I'm thinking about taking an economics class in 2008.

Wednesday, July 26, 2006

The Speaker's Corner

Some folks told me that they'd like to leave a comment but that 200 words just aren't enough. I do know that there's probably a possibility to build in a message board function but that would mean more codes and possible more freaking pop-ups.
So this is what I came up with. I will link this post to the main page. Whoever wants to say something which doesn't have anything to do with a specific post, can use the comment function below this post. I will get an e-mail alert so you will be heard, at least by me. If you want other readers to read what you have to say, announce it on the tag board.
The rules are more or less the same as at the original Speaker's Corner in London. You may say anything unless it's against the Queen. The difference? Well I'm the Queen of Somewhere over the Blue Globe. That means if you say something against me (which is not constructive criticism) you will go straight back to virtual non-existence ;-) The advantage? I don't care what you say about Elizabeth the Second.
I hope that you guys will use this feature cause it's really nice hearing from you all.

Einige haben mir gesagt, dass sie gerne einen generellen Kommentar hinterlassen moechten, aber dass 200 Worte einfach zu wenig sind. Ich habe einen Weg gefunden dieses Problem zu umgehen. Diese Seite wird einfach mit der Hauptseite verlinkt, ihr benuetzt die Kommentar Funktion unten und schon kriege ich ein e-mail, damit ich auch nicht verpasse, was ihr zu sagen habt.
Ich hoffe, dass ihr im Speaker's Corner eure Gedanken, Reaktionen oder was auch immer festhalten werden. Es ist naemlich immer schoen von euch zu hoeren.

Saturday, July 22, 2006

Bon Jovi Konzert

Vor etwa fuenf Jahren im Letzigrund verkuendeten Jon Bon Jovi und Konsorten, dass sie ihre Konzert-DVD in Zuerich filmen. Ich habe das nie verstanden und habe mich seither immer gefragt weshalb sie das nicht in ihrer Heimat in New Jersey gemacht haben. Ich meine die Schweiz ist ja fuer vieles beruehmt aber ich habe noch nie jemanden sagen hoeren, dass wir ein ausgelassenes Partyvolk sind.
Seit gestern weiss ich die Antwort denn ich war im Konzert in New Jersey. Ich dachte das muesse schon was ganz besonderes sein, die vor ihrer Heimkulisse zu sehen. Natuerlich haben Sie ihren Job gut gemacht, sie haben zweieinhalb Stunden gespielt, da hat man was fuers Geld gekriegt, aber die Zuschauer, also ich weiss nicht. Zuerst mal war alles ausser einem ganz kleinen Teil bestuhlt. Ich muss ja zugeben, dass ich ja eher ein fauler Mensch bin und ich befuerworte Baenke und Stuehle eigentlich fast ueberall, aber doch nicht bei einem Rockkonzert!
Teil des Erlebnisses ist, dass man Stunden vor dem Beginn reingeht, dass es dreissig Grad oder mehr ist, dass man fast erstickt beim reingehen, weil alle so draengeln kurzum, dass man sich seiner Sterblichkeit schon vor dem Konzertbeginn bewusst wird. Dann kommen die Jungs und dann wird bei praktisch jedem Lied auf und ab gesprungen, bis man seine Beine nicht mehr spuert und die Lungen die Flucht nach oben durch den Hals proben. Und wenn man wirklich fast ohnmaechtig ist, dann stimmen sie ein langsames Lied an und alle schwenken ihre Feuerzeuge. Nach dem Konzert muss man zumindest Anzeichen von Heiserkeit entwickelt haben, sonst war man nicht dort. Und dann, wenn man sich einen Sitzplatz im Bus herbeisehnt, weil man sich fuehlt wie wenn man den Iron Man gelaufen ist und dann von einem Lastwagen ueberfahren wurde, muss man nochmals seine ganze Willenskraft aufbringen, um all die Mitzuercher in die Rippen zu boxen und einen Platz zu ergattern. Sitzt man dann mal total eingeklemmt irgendwo summt oder singt man das letzte Lied mit einem seeligen Laecheln auf den Lippen und einem Frosch im Hals. Zuhause angekommen gehoert es sich, mit Kleidern und Schuhen aufs Bett zu fallen und zu schlafen bis die Mutter reinkommt und anfaengt rumzukreischen, weshalb man sich nicht umgezogen hat (ok diesen letzten Teil habe ich erfunden. Meine Mama kreischt nie, aber ich bin meines Wissens auch nie mit Schuhen ins Bett gelegen. Aber alles andere ist wahr!) So steht's im Protokoll oder anders ausgedrueckt das sind Traditionen und wie meine Lieblings-Muathatalerin so schoen sagt, mit alten Traditionen soll man nicht brechen!
Andere Laender, andere Sitten. Wie laeuft das gleiche Ereignis in Amerika ab? Fuer einmal benehmen sie sich viel zivilisierter als wir. Sie stehen in eine Reihe, es gibt kein Gedraengel. Da nur wenige Sicherheitsleute qualifiziert genug sind um Rucksaecke zu pruefen, muessen wir ums ganze Stadion rumlaufen um reinzukommen (eigentlich haetten wir das gar nicht muessen, aber so eine Sicherheitstussi hat wohl nicht verstanden, dass ich, als ich nach Gate A fragte nicht IRGENDEINEN Weg dahin wissen wollte, sondern den KUERZESTEN. Vielleicht ist es besser so, dass man Leuten wie denen nicht zutraut Ruecksaecke auf Bomben und Waffen abzusuchen. Naja eigentlich ist es mein Fehler. Obwohl ich in fuenf Monaten fast jeden zweiten Tag eines Besseren belehrt wurde, gehe ich immernoch davon aus, dass doch nicht alle mit einer Flatline in der Birne durchs Leben gehen koennen.)
Die Vorgruppe Nickelback mag ich eigentlich sowieso nicht besonders aber live ist seine Stimme ein bisschen wie wenn jemand mir noch ein zusaetzliches Paar Ohrenloecher mit dem Bohrer verpassen wuerde.
Die neueren Bon Jovi Lieder gefallen mir nicht so, also habe ich Zeit die Leute zu beobachten bis sie die Klassiker anstimmen. Ich komme zur Einsicht, dass die Stuehle nicht der einzige Grund sind warum die nicht rumhuepfen wie wir im Letzi: ich glaube ihnen fehlt es schlicht und einfach an Kondition. Viele Lieder verfolgen sie sitzend (wie kann man nur bei Liedern wie Bad Medicine??? Ich sitze zwischendurch auch, aber nicht weil ich muede bin, sondern weil ich die Neuen einfach nicht so cool finde.) Ich hatte einen Platz auf der Seitentribuene (normalerweise bin ich lieber im Gedraengel, aber es gab keine Tickets mehr dafuer). Wenn man runterschaut sieht es aus wie wenn man einer gigantischen Aerobicklasse beim Wirken zuschauen wuerde (nur dass der Aerobiclehrer am Ende vermutlich kaum sagen wuerde Please stand up for the next song. Ueberhaupt habe ich sowas noch nie bei einem Konzert gehoert, Schlabbis alle zusammen!) Und das beste: eine beachtliche Anzahl hat anscheinend noch nie was von einer Zugabe gehoert (haben die ein Wort dafuer, sie haben zumindest nichts gerufen). Die liefen um zehn schon raus, ein super Plan, man kommt dann zwar schnell raus, aber hat 35 Minuten gepackt voll von den besten Liedern verpasst.
Der einzige Vorteil nicht in der Menge zu stehen ist dass ich mitverfolgen konnte, was er so macht. Er hat ein paar ziemlich lustige Gesichtsausdruecke drauf (eine davon eine Mischung aus John Wayne und einem Supermodel mit Schmollmund) und eine eigene Art um zu tanzen.

Sunday, July 16, 2006

The wedding pics (without wedding pics)

My plan was to secretly take pictures of all the people I'd meet at this wedding. Once and for all I could learn the names and relations so that I'm not always the dumbfounded one when somebody comes up to me and says 'remember we met ....'. For some sad reason I don't have the memory my mother has. I've witnessed countless encounters which go something like this: Yasmin, good to see you, I remember meeting you 1969, you were still young but I've heard so much about you.
-Yeah of course I remember, it was August, 6 and you had that red T-Shirt and by the way did you keep in touch with Raji, you've been dating him for two months at that time, remember?

Then there's this embarrassed silence, because poor auntie so and so doesn't even remember what Raji looked like let alone what she was wearing at that day. See with me that will never happen.

Whatever back to my original plan. Obviously it's kind of difficult hiding a camera like mine and then people started coming up to me and asking to see the pictures. That's not at all what I wanted because I knew that a lot of pictures would not look that great. In fact I screwed up a lot of them because to be honest I prefer landscapes (see they don't have to be at Denver Airport within the next few hours). That's why the faces of a lot of nice people, some of them have even posed for pictures, are not on here. I'm sorry but I hope that I can make up for that later. In the meantime have a look at the pics (most of them have toddlers on them, I wonder if there's a hidden meaning attached to that? No just kidding and freaking my mum out ;-)). You're welcome to put on some comments, in fact I'd love that.

Last but not least: thanks for the beautiful weekend and good luck Natalia and Reuben.
The newlyweds. Natalia had this beautiful dress in church but sadly that was too dark for my camera...


The only picture in church that was not totally blurred. Reuben, Benjamin and Ryan.
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Vin and Anita


At the time this picture was taken Reuben was already a married man. However it was Lily who had to show him how to use the keyboard. Seriously what DID they teach you in Switzerland;-)?
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While this little Mr. John was always happy indoors...


Mr. Isaac would longingly stare outside at the trees and the mountains. I suspect he might become a park ranger one day...

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The little one getting a massage....



Watching the World Cup Final...Little guessing game: whose heads were (oehm unconsciously) cutten off?
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Susan and George Chandy. Now these two are the reason why I seriously regret not knowing a thing about medicine.


Why Vinu is not in Bollywood doing Sharuks job remains a mystery, however we're all happy this isn't so because Heather wouldn't have joined our family otherwise and who knows where Lily would be now?

Benjamin and Kristin are going to marry in September (which is a great opportunity to take pictures of all the people whose pics I tampered with this time. I'm sorry!). Welcome to our family Kristin and good luck with everything!

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Wednesday, July 12, 2006

Miss Photogenique




The first time I saw Lily I thought about a monk (not a nun for some reason) in a kid's body... Posted by Picasa

Pick out the picture which doesn't show a couple...

Diya and Jason (sorry slightly out of focus)


Susan and Loni

Johnson, Noah & Sunija

Bobby & Libby
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John, Isaac, Pradeep, Mary, Renu and Anna





I was really glad you guys came although it was too short. Talking to Anna, watching Isaac peer at the outdoors all the time and see John absorbed in his books made me wanting to learn more about nature so that I could tell them about it one day...And talking to Pradeep and Renu made me wish I could transform into the Supernanny so that they could rest a few days;-) Posted by Picasa