Welcome. Physically or mentally I'm always wandering around somewhere over this blue globe of ours. This is my treasure cove. Here's where I post my attempts to capture the beauty I encounter every day. Here's where I share what excites me about our world. Aloha! Kristen
Zuerst war es nur drueckend, fast wie in der Masoalahalle. Das Licht wirkte kuenstlich, blendete und war dunkel gleichzeitig. Und dann mit einem Knall gings los. Innerhalb von zwei Minuten war ich trotz Schirm voellig durchnaesst. Alle sind rumgerannt, haben geflucht oder sind irgendwo in Deckung gestanden. Ich fand es grandios endlich mal ein Gewitter zu erleben ohne die Angst vom Blitz erschlagen zu werden. Und falls ich in NYC mit all den Wolkenkratzern trotzdem von einem Blitz getroffen wuerde, waere ich mit einem Lachkrampf gestorben. Naja da meine Schuhe schon so durchnaesst waren und die Baeche auf den Strassen zu gross um drueber zu springen dachte ich mir, da koenne man doch genauso gut reinspringen und ein bisschen Spass haben. Und so bin ich dann, singend, pfeifend und tanzend in die Pfuetzen gesprungen, wie ein Derwisch aber ohne Erleuchtung.
Mir muss niemand sagen ich sei verrueckt bis er das selber ausprobiert hat. In klatschnassen Turnschuhen durch Baeche zu waten, mit nassen Haaren und tropfenden Kleidern macht Spass, wenn man mal all diesen oeden Konventionen ueber Bord wirft. Vielleicht hol ich mir naechstes Mal Shampoo und Seife raus, geh an den Time Square und wasch mir die Haare vor den Touristen im Regen. Dann koennen sie heimgehen und sagen die New Yorker seien ein verruecktes Volk, hehe….
Es hat gar keinen Platz um aufzuschreiben, was es alles in der Gegend meiner neuen Wohnung gibt, wenn ich nur 15 min zu Fuss gehe. Unter anderem ein Tier Adaptionscentrum (das jetzt leider zu macht), die beste mexikanische Kette der Welt (Chipotle), einige britische und irische Pubs, etwa fuenf indische Restaurants, zwei grosse Sportlaeden, zahlreiche Mum n'Pap Stores (so kleine Laeden die vollgestopft sind mit allem moeglichem, sie erinnern mich an bisschen an Indien, nur der Gestank fehlt), die Uno, die Grand Central Station, Souvenir Laeden, das Crysler Building und eine Wahrsagerin, der ich demnaechst mal einen Besuch abstatten werde mit einer Freundin aus Spanien.
Abgesehen von den Sirenen und dem Hupen hoert man bei geschlossenem Fenster so ein Hummen, ein bisschen wie bei einem Bienenstock, nur dass die Bienen halt Menschen sind. Ich weiss nicht genau was dieses Geraeusch ist, es ist die Summe aller Geraeusche einer Stadt die immer in Bewegung ist.
Manhattan ist erstaunlich sauber, das ist mir heute aufgefallen, als ich zum ersten Mal dogpoop gesehen habe. Vielleicht liegt es daran, dass die New Yorker keine Tiere mehr adoptieren.
Am morgen kann es ohne weiteres eine viertel Stunde dauern bis ich mal von meiner Wohnung im 16. Stock in der Lobby bin. Heute war so ein Tag an dem der Lift voll war, nicht mal ein Saeugling haette mehr drin Platz gehabt.
Meine Wohnung ist alt, wurde aber glaub ich renoviert. Um meine Kleider zu versorgen muss ich jeden Tag aufspringen wie ein Basketballer der einen Slam Dunk macht. Sie haben freundlicherweise Ersatzkissen und Decken bereit gestellt, aber leider braeuchte ich Gulliver's Hilfe, um dieses Zeug dort rauszuholen. Vielleicht versuche ichs mal mit meinem Swiffer aufzuspiessen, das koennte noch funktionieren.
Ich liebe es am Morgen mit meinem Starbucks Tee zur Arbeit zu gehen und nicht mehr die einzige zu sein, die kritisch beaeugt von allen die auf den Bus warten, ihren Weg zu Fuss zuruecklegt. Bin dann immer total stolz, wenn ich genau so schnell gehen kann wie alle anderen, das Rotlicht selbstbewusst ignoriere, wenn die Touristen noch in beide Richtungen schauen oder wenn ich mein Kleingeld sofort bereit habe, wie eine richtige New Yorkerin, hehe. Aber das coolste ist, wenn meine Arbeitskollegin die nahe, aber nicht im Stadtzentrum aufgewachsen ist, mich fragt wo ein Platz oder Laden ist und ich es weiss, ohne nachzuschauen.
Ach ja und last but not least gibt es ueberall Fruechte. Nach Stamford ist es ein Paradies. Nicht dass ich alle essen moechte, aber Fruechte sind doch auch aestaethisch anzuschauen. Ausserdem hat einer dieser kleinen Laeden die Aepfel die ich in Hawaii jeden Tag gegessen habe. Fuji, so heissen sie, sind riesige Aepfel die so suess und saftig sind, dass nicht mal die Queen von England den essen koennte ohne zu sabbern. Es knackt und spritzt mit jedem Bissen und der Saft laeuft in Stroemen uebers Kinn. Fuer so einen haette ich auch das Paradies verlassen...
Wenn man schon das vertraute Nest verlaesst um die grosse, weite Welt zu entdecken, hilft es seine Musik dabeizuhaben um den Verstand nicht zu verlieren. Sting, Chris Martin, Robbie und Co. wecken mich und helfen mir taeglich durch die neun Stunden im Epizentrum der Langeweile. In den letzten paar Wochen jedoch konnten selbst die besten Saenger und die schoensten Melodien dieser Welt mich nicht von der Tatsache ablenken, dass immer mehr meiner Hirnzellen neun Stunden taeglich zu Couchpotatoes mutierten.
Doch dieses Wochenende habe ich die Loesung gefunden: Podcasts und Hoerbuecher. Das ist wie Radio aber nur mit guten Liedern und interessanten Themen. Zuerst kann ich mir also jeden Morgen die News anhoeren, daenn gibts Fototipps, Gedichte, Zeitungsartikel, das Wort des Tages, Romane oder Interviews mit Schriftsstellern, worauf immer ich auch Lust habe. Und siehe da, die Zeit fliegt zwar noch immer nicht, aber sie scheint mindestens nicht mehr an Kruecken zu gehen.
Doch da kommt schon die naechste Attacke auf meine Gehirnzellen: mein Computer ist ueberhitzt (grrrr;-) und irgendwas ist glaub ich am schmelzen. Das setzt Gase frei die unglaublich stinken, es ist ein bisschen wie Leim schnueffeln (oder zumindestens was ich davon in Erinnerung habe. Ein wirksames Mittel in der Sekundarschulzeit als es noch keinen iPod gab und die Franzoesische Revolution, zum dritten Mal oder so, nicht anders bewaeltigt werden konnte. Ich habe diese Methode jedoch bald aufgegeben, da ich in Handarbeit scheisse war und demzufolge irgendwann mal kapiert habe, dass mein Koepfchen mein Kapital ist.)
Gut moeglich dass da ein Komplott im Gange ist…
Ich wuerde ja gerne meine Verschwoerungstheorien konkretisieren, aber zum guten Glueck ist dieser Arbeitstag zu Ende und ich gehe, time to say goodbye

Alle Harry Potter Fans werden ueber folgende Aenderung informiert: Moaning Myrtle, das beliebte Klospenst hat Hogwarts verlassen. Sie lebt jetzt in Stamford in der UBS, wo sie es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Autorin dieses Blogs zu ihrem Sprachrohr auszubilden. Die Kommunikation ist jedoch einseitig, da sie zwar die Aufforderungen die K.T ihr stellt befolgt (wasch die Haende, gib mir ein Zeichen, etc.) aber ihrerseits keine verstaendliche Form der Instruktion gefunden hat. Die Autorin hofft auf eine fruchtbare Zusammenarbeit und wird die Nachrichten aus dem Jenseits nach Entschluesselung verbreiten. Bei Fragen lesen Sie bitte die FAQ Sektion durch.
Fuer weitere Fragen kontaktieren sie bitte die PR Abteilung, 677 1/2 Washington Boulevard, Stamford
FAQ
F: Sie Scharlatan, woher wollen sie den wissen, dass sie ein Gespenst im Klo haben? Diese Behauptung ist reine Blasphemie.
A: Die Erscheinung wurde untersucht. Zuerst wollte man es als Zufall abtun, dass der Wasserhahn immer von alleine zu spritzen begann. Nach gehaeuftem Auftreten begann man vorsichtig gewisse Namen zu rufen, z.B. 'Gott bist du das?'. Es passierte nichts. Als man jedoch mehrmals 'Myrtle gib mir ein Zeichen' begann das Wasser jedesmal zu laufen.
F: Ich bin der Ingenieur dieses Wasserhahns. Der ist sehr sensibel und wird beim kleinsten Wassertropfen aktiv. Kein Grund an Geister zu glauben.
A: Wir wollten das Phaenomen auf eben die gleiche abtun. Aber leider konnte diese These widerlegt werden. Auch wenn absolut nichts menschlich verursachtes den Sensor haette treffen koennen waescht sich Myrtle die Haende.
F: Warum sind sie so cool? Ich haette mir in die Hosen gemacht, waere rausgerannt und nie wieder auf dieses Klo gegangen.
A: Nun ja, man hat's oder man hat's nicht.